Jung und Alt funktioniert prima!
Im Herbst wurde ich gefragt ob es möglich wäre, dass eine Gruppe von Firmlingen im Rahmen eines sozialen Projektes den Senioren im Internetreff behilflich sein könne. (Katholische Christen im Alter von 14 bis 16 Jahren empfangen das Sakrament der Firmung mit dem Ziel der Verfestigung ihres Glaubens).
Letzte Woche war es soweit. Neun Jungen und Mädchen erschienen mit ihren Katechetinnen und warteten gespannt auf ihren Einsatz. Nach einer kurzen Einweisung durften sie sich dann auf die Seniorinnen und Senioren “stürzen”. Im Vorfeld hatte ich, zugegeben, ein mulmiges Gefühl. “Ob das alles so reibungslos funktioniert”, fragte ich mich Wird denn oft von den Teilnehmern berichtet, dass zu Hause die Konstellation Sohn, Tochter, Enkelin oder Enkel hilft den Erwachsenen selten erfolgreich ist. Aufgrund der Geschwindigkeit, die die jungen Menschen beim Umgang mit Tastatur und Maus an den Tag legen wird den “Alten” meist schwindelig und der Versuch endet für beide Seiten häufig sehr unbefriedigend. Die jungen Firmlinge kamen aus den unterschiedlichsten Schularten und waren erstaunlich diszipliniert. Reihum bedienten drei den Laptop dessen Bilder über einen Beamer an die Wand geworfen wurden. Die restlichen sechs kümmerten sich sehr engagiert und äußerst rücksichtsvoll um die Treff-Teilnehmer. Alles in Allem waren es sehr gelungene 90 Minuten Internettreff. Als kurzweilig und effektiv empfanden die Senioren den Einsatz der jungen Menschen. Ich wurde als Internetlotse entlastet und konnte mich ausschließlich den Inhalten widmen, die Bedienung meines Laptop und das zur Hand gehen übernahmen die Jugendlichen. Eine anschließende Kaffee- und Kuchenrunde bildete den Abschluss des gelungenen Nachmittags. Auch aus meiner Sicht hat alles gepasst und ich überlege jetzt gezielt Jugendliche anzusprechen, die mir behilflich sein wollen.